/ Mai 23, 2017/ Kanada, Osten/ 0Kommentare

Kanada – Fazit der ersten beiden Wochen

Gerade erst eine Woche unterwegs, fällt es mir jetzt schon schwer, alles in Erinnerung zu behalten.

Was auffällt: Die Kanadier sind insgesamt sehr entspannt und extrem freundlich. Sehr oft werden wir bei einem Stop angesprochen und nach dem Woher und Wohin befragt. Einige waren selber in Deutschland, andere haben Familie oder Bekannte, die in Deutschland waren oder sind.
Wir bekommen Tips für unterwegs und immer gute Wünsche für die Reise, meist auch ein “I envy you”.
Im Straßenverkehr wird nicht gedrängelt, man winkt uns sogar vor, obwohl wir keine Vorfahrt haben. Für Fußgänger wird generell gebremst.
Geraucht wird kaum – gut dass wir beide aufgehört haben.
Lebensmittel sind nicht so günstig wie in Deutschland, speziell Käse und Wurst, Milch und Alkohol. Allerdings sind die Steaks gigantisch und preiswert.
Mineralwasser gibt es kaum, wenn dann nur europäisches gegen entsprechendes Geld.
Zu Fuß gehen ist nicht in – man fährt.
Die Holzhäuser und Grundstücke sind teils liebevoll gestaltet und herrlich erhalten, es gibt aber auch Gebäude wie aus einem schlechten Gruselfilm. 5-10 Schrottautos auf dem Gelände, Haus halb zerfallen, überall Geräte verteilt – man erwartet förmlich den Mann mit der Schrotflinte.

Wir sind schon mehr gefahren als geplant.
Das liegt einerseits an dem nicht so guten Wetter und andererseits auch daran, dass man auf den Straßen selten halten kann und die Sehenswürdigkeiten begrenzt sind. Ein Stadtbummel lohnt hier kaum, gleichen sich doch viele Städtchen. Einkaufszentrum, Straße mit Fastfoodläden, Häuser rechts und links.
Hier in Quebec ist es europäischer, wir sahen heute die ersten Straßencafes, in denen Leben herrschte. Bei 15 Grad wird kurze Hose und T-Shirt getragen, Motorradfahrer wagten die erste Ausfahrt.
Die Saison ist noch nicht eröffnet – closed for the season ist das meistgelesene Schild an den Visitor Centern. Die Natur ist noch halb im Winterschlaf, teils grünen die Birken, dann wieder ist alles kahl. Heute die ersten dicken Schneereste, die Seen sind noch eisbedeckt. Welch ein Kontrast zu gestern!
Auch die Tiere machen sich rar. Mal ein Hörnchen oder eine Gans, aber trotz des vielen Wassers kein Vergleich mit unseren Seen.
Bisherige Ausbeute: 5 Rehe, ein Baumstachler, 2 tote Waschbären, 3 Hörnchen, einige Kaninchen, ein Adler aus ca. 300 m Entfernung.

Die zweite Woche war touristischer, Campgrounds haben geöffnet, die Kanadier sind unterwegs.
Tiersichtungen und Wanderungen in den Provincial Parks, die Menschen weiterhin sehr freundlich und entspannt. Es wird immer grüner, dafür werden wir von Black Flies und Moskitos verfolgt und gequält.
Weiterhin aber abseits der Parks keine Möglichkeit zu laufen oder an einen See oder Fluß zu kommen, alles Privatbesitz. Immer noch viele Grundstücke, auf denen der Hausrat verteilt ist wie Müll.
An den großen Seen haufenweise Motels und Campgrounds – wir fragen uns für wen?

Kanada ist bisher landschaftlich sehr schön gewesen mit super freundlichen Menschen.

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