Erfolg

/ Mai 23, 2017/ Kanada, Osten/ 0Kommentare

Das Wetter ist heute wie gestern – Nieselregen, Regen, grau, kalt.
Daher folgt heute wieder ein reiner Fahrtag, es gibt auf der Strecke Richtung USA auch kaum noch etwas anzuschauen.
Zwar ist die Landschaft teilweise immer noch sehr schön, gerade das viele Wasser ist toll.
Am Highway gibt es aber nur ein paar Picknickplätze und die wenigen Straßen führen zu Privatgrundstücken. Selbst auf kleinen Straßen sind am Waldrand Schilder mit „no trespassing“ und „private property“ zu sehen.
Dazu noch das Wetter – also weiter.
Einziges Highlight der Fahrt ist ein einsamer Wolf auf dem Highway, der allerdings schneller war als ich mit der Kamera.
Auch ein Reiher an schönem Sumpfsee flüchtete..

Die Grenze zu den USA querten wir in Sault Ste. Marie an den großen Seen. Da heute Feiertag in Kanada war, kamen uns Massen entgegen, alle vom Kurztrip in die USA zurück.
Der Ort in Kanada war hübsch aber trostlos, hier schienen ganze Straßenzüge zum Verkauf zu stehen.
Über die imposante Brücke mit Baustelle ging es zum Grenzposten.
Dort wurden ein paar Fragen gestellt, Pässe und Kfz-Zulassung kontolliert.
Wir mussten ein Stück weiterfahren, dort das BiMo parken.
2 Officer durchsuchten das Fahrzeug, das offen stehen bleiben musste.
Vorab kamen Fragen nach frischen Früchten, Fleisch, Firewood und Alkohol und Tabak. Wir gaben 1 Flasche Wein, 6 Dosen Bier und einen kanadischen Apfel an – wir haben doch keine Lebensmittel aus Deutschland importiert 😉 .
Wir selber gingen ins Office, vorher allerdings wurde auch meine Handtasche durchsucht, das Handy blieb im Auto. Gut, dass sie nicht das Taschenmesser entdeckt haben.

Im Office wurde wir von einem Beamten zum nächsten weitergereicht, wahrscheinlich war gerade Pausenzeit.
Vielleicht unser Glück? Der noch recht junge Officer stellte die üblichen Fragen: Was wir in den USA wollen, wohin?
Wir legten unsere vorab als Google Maps ausgedruckte Reiseroute vor und baten freundlichst um ein Jahr Aufenthalt. Er diskutierte kurz mit einer Kollegin, evtl Vorgesetzten. Eigentlich wollte er uns nur ein halbes Jahr geben, dann hätten wir bei der Wiedereinreise aus Kanada erneut um ein halbes Jahr bitten müssen. Mein Einwand, dass es dann Probleme geben könnte, wenn das halbe Jahr noch nicht abgelaufen sei. Wahrscheinlich werden wir schon in 3 Monaten aus Kanada auf den Rückweg von Alaska wieder einreisen, und dann gibt es keine Verlängerung. Glücklicherweise hatte sie ein Einsehen, der junge Officer ging zum Supervisor und holte sich die Genehmigung.
Wir haben ein Jahr Aufenthalt in den USA bekommen!
Jetzt brauchen wir uns keine Gedanken mehr machen, wann wir wo sein werden. Hauptsache, wir sind innerhalb eines Jahres wieder draußen.

Auch mit dem BiMo war alles ok, die Lebensmittel wurden wohl großzügig übersehen.
Noch ein kurzer Weg und wir stehen auf dem Walmart Parkplatz im US Sault Ste. Marie.
Einkaufen zu fast deutschen Preisen, deutlich günstiger als in Kanada.
Hier herrscht noch der Tütenwahn, eine 4l Milchpackung (mit Griff!) bekommt eine eigene Tüten, 2 Konservendosen und ein Glas bekommen sogar 3, weil sie so schwer sind. In Kanada wurde gefragt, ob man eine Tüte wünscht, pro Tüte 5 Ct. Da 15 Mülltüten 3,50 USD kosten sollten, haben wir ausnahmsweise den Tütenwahn unterstützt 😉

km gefahren: 321
gelaufen: 1,7

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