/ Januar 28, 2018/ Mexiko/ 0Kommentare

Eigentlich wollten wir wie fast alle Reisenden über die kleinere Grenzstation in Tecate nach Mexiko einreisen. Und eigentlich wussten wir auch gar nicht genau, ob wir überhaupt einreisen wollten.
Online hatten wir uns einige Preise der Versicherungen angeschaut, man benötigt für Mexiko eine extra Haftpflicht. Aber wie sollen wir die Unterlagen ausdrucken? Also erst einmal zu einem durchgehend geöffneten Versicherungsmakler in der Nähe. In der Nähe hieß San Ysidro, 18 km vom Campground.
Dort gibt es sogar Drive Thru Schalter, Versicherung ohne aussteigen 🤔. Wir stiegen aus, hatten die Versicherung (reine Haftpflicht für 14 Tage – länger wollen wir nicht bleiben) auch innerhalb von 10 min in der Tasche. 175$ ärmer.
Jetzt waren es nur noch 5 km bis zur Grenze in Tijuana – ok, probieren wir es halt da. Tecate wäre ein großer Umweg gewesen.
Es ist Sonntag, der Verkehr hält sich in Grenzen. Anständige Amerikaner sitzen im Gottesdienst, wie wir an den überfüllten Parkplätzen diverser Kirchen gesehen hatten.
Kein Stau an der Grenze, man fährt durch eine Schranke – und dann?

Dann werden natürlich wir rausgewunken, Pässe und Fahrzeugpapiere. Mit der Zulassung ist die junge Dame überfordert, wir warten ….. es ist warm, 29 Grad. Später kommt ein Kollege und lotst uns in die Scanneranlage. Vorher werden wir noch eindringlich befragt – Alkohol, Zigaretten, Devisen. Keine Frage nach Waffen oder Lebensmitteln. Ernster Hinweis darauf, dass die Nichtanmeldung teuer werden würde.
Wir müssen aussteigen, das BiMo wird gescannt, dann geht es in einen Wartebereich für weitere Untersuchungen.
Nach 5 Minuten kommt eine weitere junge Dame, schaut noch einmal in die Zulassung und vergleicht die Fahrgestellnummer – ok, you ca go. Das wars.
Oder doch noch nicht? Woher bekommen wir das Tourist Visum und was ist mit dem Permit für das Auto? Kurze Frage an den nächsten Beamten, wieder einparken. Im Gebäude hinter uns ist die Immigration, ein sehr freundlicher Officer erklärt uns die Formalitäten. Formular ausfüllen, am Bankschalter (5m weiter) bezahlen (1060 MX$, ca 46 €), wieder zurück zu ihm. In der Zwischenzeit war eine Busladung Chinesen eingefallen, alle standen Schlange. Netterweise hat es uns trotzdem direkt abgefertigt 🤗.
Und was ist mit dem Auto? Wieder zum Bankschalter, die Dame verlangt Kopien der Pässe, des Tourist Visa und der Zulassung. Alles am nächsten Schalter zu haben – umsonst! Zurück zum Bankschalter, Kopien vorlegen, warten. Das Ausfüllen der Formulare scheint umständlich zu sein, gut dass niemand außer uns da ist. 10 Minuten später und 1108 MX$ (48 €) ärmer haben wir auch das geschafft.
Danke an all die Reisenden, die in ihren Blogs die Einreise beschreiben. Ohne diese Infos wären wir einfach weiter gefahren, es gibt keinerlei Hinweise an der Grenze und niemand sagt ein Wort.
Insgesamt ist die Grenze in Tijuana problemlos, wir haben in etwa eine Stunde benötigt, incl. der Wartezeiten auf die Officer. Glück gehabt, dass nichts los war.

Jetzt durch Tijuana Richtung Süden. Direkt nach der Grenze ändert sich das gesamte Straßenbild. Wir fühlen uns an Indonesien erinnert – Müll auf den Straßen, ärmliche Behausungen, streunende Hunde. Selbst die Luft riecht direkt anders.

Aber auch Handwerk am Straßenrand, Kantinas und kleine Kneipen. Stände mit Obst und Kokosnüssen. Freundlich winkende Menschen.

Es ist mehr Verkehr, die Fahrbahnen sind schmaler. Viele Stopschilder, die in der Regel beachtet werden. Aber kein rücksichtsloses Fahren, wir zockeln km hinter einem schwer beladenen Truck hinterher, bis hinter uns jemand das Überholverbot missachtet.

Bei dem ersten halbwegs annehmbaren Campground halten wir. Direkt an der Küste, toller Blick auf das Meer. Sanitäranlagen bestehen aus Toiletten, aber wir sind ja eh autark und nichts anderes gewohnt.

Sensationeller Sonnenuntergang, der Wind kommt von Land und bläst die Wellenkämme an. Delphine, Kormorane und Pelikane jagen auf dem Meer. Windig, aber 28 Grad.
Nach dem eiskalten Bier suchen wir uns ein nahes Restaurant, wo wir 13$ für Bier und ein Curry bezahlen. Die nette Bedienung meinte, eins sei genug für uns beide – na ja. Nicht, wenn man den ganzen Tag noch nichts gegessen hat. Aber im BiMo gab es noch Kaffee und einen Bananenpfannkuchen mit Nutella, dann war gut.
Das Meer rauscht, es ist 9 Uhr abends, drinnen sind es trotz geöffneter Fenster und Türen noch angenehme 26 Grad.
Urlaub!

km gefahren: 90
gelaufen: 2,5
Übernachtung: K 58, 300 MX$
großer Parkplatz auf einer Klippe über dem Meer, Zugang zu kleinem Sandstrand, toller Blick. Toiletten, Feuerstellen
32.12325°N 116.88583°W

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