/ April 28, 2018/ Osten, USA/ 0Kommentare

Wir vorhergesagt fängt es nachts an zu regnen. Nachdem wir uns mit den letzten Resten löslichen Kaffees und Trockenmilch Kaffee gemacht haben (ohne einen Kaffee verweigere ich das Aufstehen🙂), machen wir uns auf den Weg zum Bus.

Deutlich langsamer als die U-Bahn, aber spannend. Der Verkehr würde mich wahnsinnig machen – warum fahren die Menschen hier Auto? Auch die Taxen sind nicht schneller.

In Greeenwich Village hat es aufgehört zu regnen und wir steigen aus. Durch kleine Straßen laufen wir weiter Richtung Süden und beschauen unterwegs einige Sehenswürdigkeiten. Insgesamt ein tolles Viertel. Schöne alte Häuser, viel Flair. Kleine stilvoll eingerichtete Restaurants, viele Delis mit einem verlockenden Angebot. Sogar richtig gut aussehendes Roggenbrot sehen wir, auch den Käse dazu. Vielleicht morgen…

Weiter zur Hudson Bay und am Wasser entlang zum Ground Zero. Hier ist Büroviertel und es ist Mittagszeit – nicht nur die Läden sind voll, sondern auch an den kleinen Imbisswagen bilden sich die Schlangen. Viele Läden werben mit “Order online – skip the q”.

Ground Zero mit seinem Museum und den beiden Memorial Pools sind mit Menschen geflutet. Es kann aber keine Rede mehr von einer nachdenklichen oder traurigen Stimmung sein. Es ist wie überall, die Menschen machen Selfies und reden durcheinander.

An mir ist diese Katastrophe damals völlig vorbei gegangen, wir waren auf einer kleinen Insel in Indonesien im Tauchurlaub. Als wir zurück kamen, wurden die Bilder nicht mehr so dramatisch wiederholt.

Ich bin hier ähnlich betroffen wie bei anderen Katastrophen, die viele Menschenleben gefordert haben.

Ringsherum ist Baustelle und Shoppingmeile, viele schöne alte Gebäude stehen noch im Schatten der Moderne.

An der Wall Street nehmen wir die U-Bahn nach Coney Island.

Kaum jemand, der kein Smartphone in der Hand hält. Egal ob in der U-Bahn, im Auto oder auf der Straße. Dazu noch die Kopfhörer im Ohr, fertig ist der New Yorker.

Leider sind die Fahrgeschäfte auf Coney Island erst morgen wieder geöffnet, aber wir laufen ein wenig herum und schauen uns die alte Holzachterbahn an.

Danach gönnen wir uns in einem kleinen Imbiss einen Gyrosteller, hier ist es zumindest ruhig und günstiger als in Manhattan.

Die Linie N bringt uns zurück zum Times Square – man könnte die ganze Strecke (ca. 20 km) mit einem Ticket für 2,75$ fahren.

Hier tobt wieder das Leben, im U-Bahnhof gibt es unzählige Ausgänge und Etagen. Die üblichen Performancekünstler dürfen auch nicht fehlen.

Auf dem Weg zum Hotel kaufe ich noch eine Mütze – es ist kalt und auch die Klimaanlage in den Öffis nerven.

Km gelaufen: 9,5

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