25.06.17 Ins Chaos von Banff

/ Juni 25, 2017/ Kanada, Nord-West/ 0Kommentare

Über den Smith Dorrien Trail fuhren wir Richtung Canmore. Traumwetter, die Berge leuchteten, morgens 9 Grad, nachmittags 25.
Berge en masse, leider keine Tiere.
Aber es war die Hölle los, auf jedem Parkplatz standen Unmengen Autos. Die Trails waren gut begangen, wahrscheinlich flüchten deshalb schon alle Tiere.

Richtig schlimm wurde es kurz vor Canmore. Die Straße bestand nur noch aus Staubwolken, trotzdem quälten sich hier Mountainbiker hoch.
Auf der Teerstraße angekommen, war ein Radrennen. Wir mussten mehrmals anhalten, weil von vorne oder hinten das Feld kam. Nachzügler wurden nicht so gut behandelt, sie fuhren im laufenden Verkehr. Canmore selber schockierte uns mit Menschenmassen – Radfahrer, Jogger, Massen an Autos. Trotzdem haben wir noch eingekauft und getankt und fuhren dann auf den Highway Richtung Banff.

Das Wilde der Landschaft war weg, wir fühlten uns nach Österreich versetzt. Viel Verkehr, schnelle vierspurige Straße, Berge weit weg.
Die beliebteren Trailpunkte, die wir vom Highway aus sahen, waren dicht zugeparkt. Wir fuhren ab auf den Bow Valley Parkway, dieser war weniger befahren und trotzdem gut ausgebaut. Schon hunderte Meter vor dem Johnston Canyon war die gesamte Straße zugeparkt. Mit dem BiMo hätten wir nirgendwo einen Platz bekommen, auch der RV Parkplatz war voll.
Auf den Johnston Cayon Campground war aber noch Platz, und um nicht einfach gefrustet durch den Banff NP zu fahren, blieben wir hier.
Nach einem späten Frühstück und ausgiebiger Mittagsruhe liefen wir dann durch den Johnston Canyon.

Wir hatten extra lange gewartet, um den Hauptmassen zu entgehen. Es war aber immer noch voll, wobei uns die meisten entgegen kamen. Früher hätte ich nicht laufen wollen. Es war auch sehr warm, die Kinder bettelten nach Ice-Cream.

Der Canyon war recht hübsch, wenn auch nach meinem Geschmack der ausgebaute Weg nicht zur Wildheit der Landschaft passte und zu viele Menschen unterwegs waren.

Am Campground zurück tranken wir noch ein Bier mit einem Auswanderer und seiner Frau, die uns beim Firewood einsammeln (Feuerholz ist hier kostenlos, wenn man eine Fire Permit für 8,80 $ gekauft hat – wir wurden nicht gefragt) angesprochen hatte.
Dann machten wir selber ein schönes Feuer und genossen das angenehme Wetter.
Im Gegensatz zu den bisherigen Campgrounds ist es hier fast eng, man sieht überall Zelte und Autos. Für 132 Stellplätze gibt es nur 2 Duschhäuser mit je 2 Duschen – entsprechend war der Andrang. Aber um 10 war weniger los und ich genoss ausgiebig warmes Wasser.
Mit dem Feuer haben wir es wohl übertrieben, um viertel nach 11 wurden wir von der Patrouille verwarnt, dass das Feuer um 11 aus sein sollte. Ok, Nachtruhe ist klar, aber kein Feuer mehr? Direkt neben dem Campground fahren km lange Züge, so dass man wach wird. Wen stört da ein Feuer? Na gut, dann Schlafenszeit.

km gefahren: 124
gelaufen: 8,2

 

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