/ Dezember 19, 2017/ Süd-West, USA

Wir fahren relativ spät los, die Sonne braucht lange, bis sie über die Berge kommt. Und bis dahin ist es eiskalt, wie wir an den dick verpackten Nachbarn erkennen können.

Als erstes zu den Emerald Pools, ein leichter Trail mit wenig Höhendifferenz, vielleicht 80 m. Ein Nachteil im Winter ist, dass der Shuttle eingestellt ist. Zwar braucht man nicht hinzulaufen und auf den nächsten Bus zu warten, aber dafür muss man mit eigenem Auto fahren und einen Parkplatz suchen. Und die sind nicht gerade riesig. Grotto ist voll, auch die Straßenränder sind zugeparkt. Wir wären gerne direkt von hier gestartet.

Die Pools sind ganz hübsch, im Sommer vielleicht interessanter. Fotografisch kommt bei den Upper Pools nur eine Pfütze vor Felswand raus.

Das nervigste sind die vielen lärmenden Menschen. Warum muss man schreien, um sich zu verständigen?

Über den Kayenta Trail zurück zum North Fork Virgin River, dort laufen wir geradeaus zu Angels Landing.

Ewig lange Steigungen, es wird warm in der Sonne. Michael läuft vor, er will auch den letzten Abschnitt riskieren. Ich weiß, dass das definitiv nichts für mich ist, also lasse ich mir Zeit.
Die letzten Switchbacks, dann bin ich oben.

Horden an Asiaten, Indern und andere. Viele an der Kette zu Angels Landing machen den Eindruck, als ob sie dort eigentlich auch nicht sein wollen. Die meisten sind in Freizeitschuhen unterwegs, bestenfalls eine Flasche Wasser in der Hand. Nur wenige bleiben gleich am Aussichtspunkt stehen und laufen nicht weiter, aber einige drehen unterwegs um und gestehen dann, dass sie zuviel Angst hatten.

Michael ist wieder da, es geht wieder abwärts. Deutlich schneller als bergauf 😉. Das schönste Stück für mich war der schmale Canyon, der Rest hat mich nicht vom Hocker gehauen. Zu viele Menschen, der Weg ist langweilig da geteert. Und die Aussicht…. Canyon.
Als wir wieder am BiMo sind, fahren wir noch zum Temple of Sinnewava und laufen den Riverside Walk zu den Narrows.
Auf dem Weg kommen uns viele mit Wathosen und Trockenanzügen entgegen, bei der Temperatur die einzige Möglichkeit im Wasser zu überleben.
Die meisten Trails im Zion scheiden für mich aus, es geht ohne Sicherung zu tief runter. Höhenangst ist da nicht gut 😰. Der Zion wird nie mein Lieblinkspark werden, wie er es bei so vielen ist.

km gefahren: 31
gelaufen: 14,9
Übernachtung: Watchman Campground, 20$