16.08.17 Aufregender Tag

/ August 16, 2017/ Alaska, Kanada, Nord-West, USA/ 0Kommentare

Die ganze Nacht hat es geregnet, auch morgens war es am nieseln. Die Wasserfälle an der Straße hatten sich vermehrt und waren gewachsen. Ein unwohles Gefühl bei dem Gedanken, die Strecke wieder bergab zu fahren. Sind die Erdrutsche mehr geworden?
Dazu auch noch ein undichtes Fenster an der Fahrerseite, das Wasser läuft unten aus dem Rahmen. Wo mag es sonst noch stehen? Das meiste hat unser Bodenteppich aufgesaugt, eine Ecke ist patschnass. Mit diesem Problem werden wir uns später beschäftigen.
Als ein Auto aus Richtung Hyder an uns vorbei fährt, wissen wir dass die Straße zumindest befahrbar ist. Nach dem Kaffee langsam den Berg wieder runter, die Schlaglöcher stehen randvoll mit Wasser, die Seitenränder sind mit nicht geheuer. Die Aussicht ist leider immer noch mies, kein Gletscher zu sehen. Auf Fotos sieht der Salmon Gletscher überwältigend aus. Auch die Landschaft hier oben mit den Steinen und Wasserfällen ist klasse.
Unten angekommen fahren wir zur Bear Viewing Station.
5$ Eintritt für den gesamten Tag. Insgesamt sehen wir 4 Schwarzbären, klein und recht weit weg. Trotzdem super.

Eine Dame lässt ihr iphone fallen, die Ranger holen es unter Lebensgefahr, Bärenspray in der Hand. Direkt daneben war ein Bär den Baum hochgeklettert und hielt oben ein Mittagsschläfchen. Später kam er unbeholfen wieder runter, herrlich anzuschauen.
Nach einer Weile tat sich nichts mehr, wir konnten uns nicht recht entscheiden, was tun. Also erst einmal nach Stewart Downtown.
Auf dem Weg geht es an einem Fluss mit breitem Kiesbett und vielem Treibholz entlang, hier saßen auf kurzer Strecke 7 Weißkopfseeadler.
An der Grenze zu Kanada wird wieder genau kontrolliert, auch das Autokennzeichen wurde erfasst. Auf meine Nachfrage zu der Ausreise im Mai wurden wir klar auf das halbe Jahr hingewiesen und dass jeder Einreise elektronisch erfasst wird. Wir sollten am besten selber Buch führen, um keine Probleme zu bekommen.
Einkaufen, dann trafen wir Caracho und Crew, ihre Seite verfolge ich schon länger. Sie haben zusammen mit uns verschifft, aber auch eine andere Route genommen. So trifft man sie alle wieder…
Es war mittlerweile schon halb drei, zu spät um noch lange zu fahren. Daher machten wir einen kleinen Spaziergang über die Main Street, wo es nicht wirklich viel zu sehen gibt.

Außerdem noch über den Boardwalk und die Reste der alten Stadt.

Nachmittags wieder nach Hyder. Erst einmal Kaffee trinken und Schokokuchen essen, dann zu den Bären. Hier tat sich allerdings nichts, so dass wir nach geraumer Zeit auf einen kleinen Parkplatz fuhren und für später vorkochten.
Dann zurück zu den Bären. Lustigerweise parkte neben uns ein Truckcamper und die Lady informierte uns, dass 500 m hinter uns ein Schwarzbär die Straße lang gelaufen sei. Haben wir natürlich nicht mitbekommen…

An der Viewing Station langes Warten, dann kam sie.
Ein imposanter Grizzly, erst durch den See geschwommen, dann unter dem Boardwalk durch und in den Fish Creek. Ungefähr eine halbe Stunde konnten wir sie beobachten, wie sie den Fluß entlang lief, einen Lachs fing und verspeiste und weiter lief. Und mit was für einem Tempo! Sie schlenderte durch den Fluss, wir mussten fast rennen.

Es waren relativ viele Menschen auf dem Boardwalk, trotzdem hatte man immer die Chance, etwas zu sehen. Meistens nahm jeder Rücksicht, dass auch andere eine Option bekamen, ein Foto zu machen. Ausnahmen eher die mit den langen Objektiven 😡.

Nachdem die ganze Meute dem Bären einmal nach rechts und wieder zurück gefolgt war, verschwand die Bärin unter der Brücke auf der anderen Straßenseite. Die Autos oben haben davon nichts mitbekommen.

Für uns war es jetzt genug. Viel mehr Bär wäre zu viel gewesen.
Rückweg über den Boardwalk zum zweiten Parkplatz, da lief uns doch glatt noch der Schwarzbär mit 2 Jungen über den Weg. Erst unten am Fluss, dann über die Straße. Da dort der Grizzly war, drehte sie wieder um und kam zurück. Platsch, in den Fluss und weiter in den Wald.

Das reichte dann wirklich für einen Tag.
Wir fuhren noch weiter bis zur Clements Lake Recreation Site, wo wir noch einen Platz fanden. Toller See, sogar baden könnte man hier.
Aus dem Essen wurde nichts mehr, zu spät für Hunger. Erdnüsse und Bier sind auch ok.

km gefahren: 86
gelaufen: 5,9

 

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