/ April 17, 2018/ Osten, USA/ 0Kommentare

Nachdem wir morgens noch ausgiebig das Internet genutzt haben, ging es langsam weiter. Nachts und früh hatte es geregnet, langsam klarte es wieder auf. Trotzdem kletterte die Temperatur im Laufe des Tages auf 26 Grad.

Gleichbleibende Landschaft, grün mit Wiesen und Wäldern. Das hervorstechendste hier sind all die verfallenen Häuser.

Einige wenige sind restauriert, oder auch gut in Schuss gehalten. Die Mehrzahl ist stark renovierungsbedürftig oder ungepflegt. Abblätternde Farbe, morsches Holz. Selbst wenn 5 Autos davor stehen (teils auch recht fragwürdiger Zustand, manchmal aber teuer und neu) fragt man sich, wer in diesen Bruchbuden noch lebt.

Dazu noch jedes dritte Gebäude wirklich nur noch eine Ruine. Aber abgerissen wird anscheinend nicht. Genauso, wie die alten Autos und Maschinen einfach im Garten stehen bleiben und verrotten.

Eigentlich hätten wir uns so etwas im tiefen Süden vorgestellt, aber nicht im Osten. Außerhalb der Küste ist die Besiedlung aber auch recht dünn, es gibt immer noch viel Sumpf. Mir fällt das der Begriff “Hinterwäldler” ein….

Inmitten dieser trostlosen Gegend liegt der kleine State Park. Wir haben aus lauter Verzweiflung 3 Nächte gebucht in der Hoffnung, hier noch etwas unternehmen zu können.

Ein großes Visitor Center mit einer kleinen Ausstellung – hier soll es Bären, Otter, Alligatoren und sonstige Tiere geben.

Wir checken für den Campground ein – wahrscheinlich die einzige reservierte Site. Dann einen Blick auf den See und angesichts des Wetterberichts entschließen wir uns gleich für eine kurze Kanutour.

Der Preis für ein Kanu ist ok, 5$ pro Stunde. Die Rangerin bucht erst einmal eine Stunde, falls wir länger bleiben zahlen wir nach. Der Ausweis wird solange einbehalten.

Tolle Bäume, aber außer vielen Schildkröten und ein paar Vögeln bekommen wir kein Wildlife zu sehen. Spaß macht das ganze trotzdem.

Da es tatsächlich nach einer Stunde zu tröpfeln beginnt, kehren wir zurück und fahren zum Campground.

Dort erst einmal essen, duschen und das Feierabendbier. Bei offener Klappe und 25 Grad – 80% Luftfeuchtigkeit. Laut Wetterbericht sollen es morgen nur 11 Grad werden….

km gefahren: 137

gelaufen:1 – eine Stunde gepaddelt

Übernachtung: Merchants Millpond SP, 18$

sehr saubere Sanitäranlagen, keine Dump Station

36.43685°N 76.69927°W

16.04.18

Nachts hat es kräftig geschüttet, es spritzte sogar durch das kleine Alkovenfenster. Dementsprechend war es morgens deutlich kühler, um die 16 Grad immerhin. Die Sonne lugte auch immer mal wieder durch, also machten wir uns später auf den Lassiter Trail.

Leider führt der Weg überwiegend durch Wald, aber auf kleinem Pfad bergauf und bergab. Viele kleine Brücken überqueren die Wasseradern, nur den Regen von gestern mussten wir selber queren.

Ein Reh sprang davon, ein paar Frösche hüpften.

Am Wegesrand auch eine lange Schlange auf Baum – zu nah habe ich mich nicht dran gewagt. Es soll hier auch giftige Schlangen geben, allerdings haben wir keine Ahnung, wie die aussehen.

Ein Bär ließ sich nicht blicken, auch die Alligatoren suchten wir vergeblich im Sumpf.

Aber es war ein netter Trail, danach rief der Kaffee.

km gefahren: 0

gelaufen: 10,5

Übernachtung: Merchants Millpond

17.04.18

Wieder hat es geregnet nachts, wenn auch nur leicht. Aber es ist kalt morgens, im BiMo muss die Heizung ran. Draußen sind es 8 Grad, wir lassen uns Zeit und fahren dann zum Visitor Center, wo wir das Wlan nutzen. Praktisch, wenn man im kuschligen BiMo sitzt, das Brot im Backofen duftet und wir surfen 😀.

Gegen mittag wird es schöner, die Sonne kommt heraus. Immer noch ein kalter Wind, aber das geht.

Wir laufen noch zwei kleinere Trails, zum Kanufahren ist es uns nicht schön genug. Die Alligatoren scheinen auch auf besseres Wetter zu warten.

Nur ein Haufen Schildkröten, die sich aber bei jeder noch so kleinen Bewegung sofort ins Wasser stürzen.

Und eine Sache, die uns seit Beginn der Reise verfolgt und die wir bisher noch nicht klären konnten – wofür sind die Fähnchen? Man sieht sie überall, manchmal scheinen sie Gefahrstellen zu kennzeichnen, manchmal Leitungen – und manchmal garnichts.

Dann gibt es das frische Brot, wir müssen unsere Vorräte noch leer bekommen. Zu spät haben wir realisiert, wie wenige Tage uns noch bleiben.

Wie kann denn das Jahr schon um sein?

km gefahren: 8

gelaufen: 5,8

Übernachtung: Merchants Millpond

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