08.07.17 Rauch über dem Yukon

/ Juli 8, 2017/ Kanada, Nord-West/ 0Kommentare

Es ist schwierig, bei diesem Wetter und dem Licht ins Bett zu kommen. Aber nachdem der Mond sich auch um zwölf noch nicht blicken ließ, ging ich schlafen. Der Mond kam um halb eins.
Nach dem Kaffeekochen am morgen fuhren wir wieder zum Two-Moose -Lake, um die Aussicht zu genießen.
Kaum hatten wir den Kaffee eingegossen, kamen zwei Elchbullen um die Ecke. Wir standen dort garantiert über eine Stunde und haben sie beim Fressen im See beobachtet. Wegen der Moskitos allerdings nur vom BiMo aus.

Zurück zum Pass, kurz vorher war ein schöner Platz mit Aussicht und ohne Moskitos. Hier wollten wir den Tag genießen.

Es wurde aber immer diesiger, der Wind brachte auch deutlichen Rauchgeruch. Nach einem Frühstück (Pancakes mit Bananen) fuhren wir weiter zum Tombstone Campground, wo wir noch einen kleinen Trail laufen wollten.
Mittlerweile war es stark dunstig, die Berge hatten jegliche Farbe verloren.
Im Visitor Center erkundigten wir uns nach dem Feuer und Bären. Das Feuer brannte wohl schon seit 14 Tageen, heute war sogar die Straße gesperrt. Auch der Rückweg von Eagle Plains, einem Stop in 320 km Entfernung, war nur bei guten Windverhältnissen möglich. Gut, dass wir nicht durchgefahren sind. Eventuell hätte es bei der dortigen Tankstelle keinen Sprit gegeben, dann heißt es warten, bis wieder ein Spritlaster durchkommen kann.

Der Trail ging durch den Campground und am Fluß entlang, wir wollten zu den Eisfeldern mit den fantastischen Farben.

Durch das Flussbett mit „Hopping over the Stones“ ging es zu den Schneeresten.

Es machte richtig Spaß, das Wasser war nicht tief und die Felsen lagen günstig. Tolle Formationen aus gefrorenem Wasser.
Dann zurück zum Visitor Center, wo wir uns noch mit einem deutschen Pärchen mit einem Leihmobil unterhielten. Er hatte den Traum, einmal nach Inuvik zu fahren – heute leider Pech gehabt.

Der Rückweg auf dem Dempster Highway war kein Vergleich zu gestern. Kein Verkehr, aber auch die Sicht war sehr schlecht. Nicht nur der Rauch, es war auch bewölkt und hat zwischendurch leicht geregnet.

Wieder auf dem Klondike Highway wurde die Sicht immer schlechter. Die Berge waren nur noch zu erahnen.

Dann Dawson City, kurzer Stop am Eingangsschild. Hier sieht man auch schon die Geröllschlangen, die die Goldwaschmaschinen hinterlassen haben.

In Dawson City selber wollten wir schon durch die Stadt laufen, als es wieder anfing zu regnen. Da wir beide schon von dem Rauch Hals- und Kopfschmerzen bekamen, haben wir das Vorhaben abgebrochen und sind zurück zum BiMo.

Stattdessen sind wir auf den Midnight Dome gefahren, eine Bergkuppe über Dawson. Hier kann man Ende Juni die ganze Nacht die Sonne sehen. Gut, Aussicht und Sonne war heute nicht, aber dafür kaum noch Rauch und ein netter Stellplatz.

 

Vielleicht haben wir morgen wieder mehr Glück mit dem Wetter,

km gefahren: 157
gelaufen: 6,7

 

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