/ November 6, 2017/ Süd-West, USA/ 0Kommentare

Eigentlich wollten wir erstmal nur zum Visitor Center, um uns nach einem Hike in den Fiery Furnace zu erkundigen. Als wir damals hier waren, waren die geführten Hikes ausgebucht. Die Zeit wäre damals auch zu knapp gewesen, wir waren nur 2 Nächte hier.
Geführte Hikes werden zu dieser Jahreszeit nicht mehr angeboten, aber ein Permit für die Wanderung kann man erwerben. Zuerst werden wir vor dem Verlaufen gewarnt, dann muss ein Video angeschaut werden. Ein Ranger stellt noch ein paar Fragen, 6 $ pro Person und dann dürfen wir heute dort laufen.
Allerdings müssen wir erst noch nach Moab, tanken. Bei der Gelegenheit auch gleich entsorgen, dann fahren wir wieder in den Arches.
Am Parkplatz zu den Fiery Furnace haben wir Glück, gerade fährt ein Auto raus. Dann erstmal Frühstück. bevor wir los laufen.

Das Gebiet besteht aus einzelnen Säulen, Blöcken und Steinalleen, durchzogen von Canyons. Am besten mal über Google Maps anschauen, dann bekommt man eine Vorstellung.

Es gibt hier einen einzigen markierten Weg, der sonst für den geführten Hike genutzt wird. Ansonsten kann man kreuz und quer laufen, allerdings ist es kaum möglich, die Orientierung zu behalten. Viele Fußspuren führen in die Irre, man endet in einer Sackgasse oder zumindest einer kaum zu bewältigenden Kletterpartie.

Auch der markierte Weg ist nicht immer leicht zu finden, die Pfeile sind spärlich angebracht. Hat man einen übersehen und ist in den falschen Canyon gelaufen, stehen einem auch dort wieder viele Möglichkeiten offen. Bis man alle ausprobiert hat, kann dauern. Am besten wieder zurück zum letzten Pfeil und suchen.

Auf dem Slickrock ist schlecht zu sehen, wo die meisten Menschen gelaufen sind. Einige Wege sind unglaublich, es geht durch enge Spalten, auf schmalen Kanten über Abhänge und steil bergauf- oder bergab.
Immer wieder tun sich neue Ausblicke auf, wir kommen aus dem Staunen nicht heraus.

Das ganze ist ein einziger Abenteuerspielplatz inmitten fantastischer Natur.

Selbst das Verlaufen macht Spaß, man darf nur nicht irgendwo hinklettern, wo man nicht mehr zurück kommt. Nach 2 Stunden und 6 km sind wir wieder am Parkplatz angelangt. Sicherheitshalber hatte ich die Tour mit Pocket Earth getrackt, so hätten wir zumindest ansatzweise wieder den Weg zurück finden können, den wir gelaufen sind.

Es ist kurz nach 3, also fahren wir noch zur Wolfe Ranch und laufen den Trail zum Delicate Arch. Steil bergauf über Slickrock und Sand, dann über ein Felsband um einen Felsen herum – da ist er.
Es sind nicht so viele Leute hier, der Arch steht frei. Es ist aber auch extrem windig, ich bleibe hinter den Felsen stehen.

Am Parkplatz stehen zwei Ranger und halten die Leute auf, die jetzt noch hoch laufen wollen. Es ist viertel vor fünf, die Sonne geht in einer halben Stunde unter – und der Park muss derzeit wegen Bauarbeiten bis um 7 Uhr verlassen werden. Kaum zu schaffen, es sei denn man joggt hoch 😉.
Auch wir müssen leider wieder den weiten Weg zurück fahren. Morgen wollen wir zum Devils Garden, fahren also wieder hier rein. Optimal wäre der Campground im Park, aber der ist bis Dezember geschlossen.

Auf dem Rückweg schönes Licht durch die aufgezogenen Wolken, hier sammeln sich die Fotografen.

In der Potash Road ist es fast dunkel, trotzdem sind hier noch Leute mit Taschenlampen am Klettern.

km gefahren: 94
gelaufen: 11,4
Übernachtung: Wiliams Bottom CG

 

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