06.09.17 Baumriesen

/ September 6, 2017/ Kanada, Nord-West/ 0Kommentare

Auch heute hat sich der Rauch noch nicht verzogen.
Die Pacific Marine Road von Lake Cowichan nach Port Renfrew ist schmal, kurvenreich und wunderschön.
Unterwegs noch ein kleines Bäumchen und zwei Recreation Sites an klaren Seen.

Wir wollen aber weiter, auch liegen diesen wieder in dichtem Wald, und dunkel genug ist es auch so.
Die Temperatur heute morgen 18 Grad, Michael bekommt mittags sogar kalte Füße.
Vor Port Renfrew geht es zum „Gnarliest Tree Canadas“, die Straße ist nicht für normale WoMos geeignet. Fiese Bodenwellen, dann Gravel mit dicken Steinen und gemeinen Schlaglöchern.

 

Temperatur mittlerweile wieder 26 Grad, und das ohne Sonne im Wald. Der Weg ist toll angelegt, Abenteuerspielplatz für Erwachsene.

Die Bäume wiederum ehrfurchtgebietend, einige sollen um die 1000 Jahre alt sein.

Nach schweißtreibendem Ab- und Aufstieg geht es an die Küste.
Für heute sind wir genug gefahren, der nächste Campground ist unser. Teuer, aber mit grandioser Aussicht direkt am Strand.

Das Gelände gehört den First Nations, sie lassen sich den Platz gut bezahlen. Das Check-in Gebäude und die paar Häuser wären ein Foto wert gewesen, Dreck und Müll. Der Platz muss doch eine Goldgrube sein, kein Wasser oder Müll, gerade mal ein Plumpsklo.
Aber wir stehen gut, haben gerade einen Kaffee gemacht, als neben uns ein kleiner RV versucht zu parken. Loser Sand und viel Gewicht, da hilft erst der Pick-up Truck der Nachbarn, ihn wieder frei zu bekommen. Der arme Kerl wusste noch nicht einmal, dass er Hinterradantrieb hat. Unsere extra für diese Zwecke gekauften Anfahrhilfen haben hier auch nicht getaugt.
Aber jetzt, Strandspaziergang. Möwen, Treibholz ohne Ende, hübsche Steine.

Hier gibt es den Begriff „Beachcombing“, den ich sehr treffend finde. Den Strand durchkämmen, nach interessanten Dingen Ausschau halten. Wenn ich hier wohnen würde, käme ich aus dem Sammeln nicht raus. Treibholz in den unterschiedlichsten Formen, zum Basteln ideal.

Gebastelt wird am Strand auch viel, mit großen wie auch mit kleinen Hölzern.

Die Sonne kam wieder nur mühsam durch den Rauch, das Licht wieder gespenstisch. Wie ein Nachbar sagte: It’s like the eclipse – wie bei der Sonnenfinsternis.
Nach einer heißen Dusche folgt das Steak, was wir diesmal unter unserem Sonnensegel grillen – es hat tatsächlich abgefangen, leicht zu tröpfeln. Hier hat es seit Mai nicht geregnet, meinetwegen könnte es noch drei Tage warten.

km gefahren: 99
gelaufenen: 6,5

 

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