06.06.17 Buffalo Day

/ Juni 6, 2017/ Mitte, USA/ 0Kommentare

Wir hatten uns entschieden, unser Glück bei einem der anderen Campgrounds zu versuchen, die first come first serve haben. Das heißt, wer zuerst kommt, bekommt den freien Platz. Es war außer den beiden von uns reservierten kein Platz mehr zu bekommen, also wären wir zum Wochenende hin wieder auf unser Glück angewiesen. Dann lieber heute und dann gleich für mehrere Tage buchen.
Folge: Früh aufstehen, da die Plätze in aller Regel ab 7:30 schon voll sind. Wir fuhren wieder durch das Hayden Valley, frühmorgens im Gegenlicht mit Nebelschwaden, die dampfenden Büffel im saftigen Grün. Wiesen von Raureif überzogen und sich im ersten Sonnenlicht wärmend – wahnsinnig tolle Stimmung. Leider keine Bilder, wir wollten schließlich einen Platz bekommen.
Am Norris Campground wartete Unterhaltung: eine lange Schlange Camper und eine lustige Rangerin, die die Menge unterhielt.
Einige schienen schon länger zu warten, Thermoskannen, dicke Decken und Campingstühle.

Nach 1,5 Stunden warten hatten wir den Platz für die nächsten 4 Tage gesichert. Steil einen Berg hinauf, am Rande der Straße, aber ruhig.
Wir hielten uns nicht lange auf, sondern machten uns auf den Weg nach Canyon Village, die reservierten Campgrounds canceln, Geld aus dem Automaten ziehen (der Campground hatte keinen arbeitenden Kreditkartenapparat) und dumpen.
Hier tobte der Bär, ganze Busladungen kauften im Shop ein.
Über den Dunraven Pass mit 2700 m und Schneeresten. Habe ich schon gesagt, dass ich dieses rauf und runter hasse? Vor allem, wenn an meiner Seite ein Abhang ist, die Straße schmal und viele Kurven. Immer, wenn wieder alles gerade ist, bin ich heilfroh. Halt doch ein Flachländer, mir reichen Hügel wie der Harz.

Dann über die Tower Falls ( Parkplatz rappelvoll) und Calcite Springs weiter ins Lamar Valley.

Vom frühen Aufstehen und anstrengenden Fahren völlig erschöpft, suchten wir ein Pausenplätzchen -alles voll. Wir stellten uns dann an einen Platz an. der Straße mit schöner Aussicht auf Pronghorns, eine Art Antilopen und hielten einen kleinen Powernap.

Die nächsten 30 km boten eine sich ständig ändernde Lanschaft. Sanfte Hügel, schroffe Felsen, rauschende Flüsse, überflutete Wiesen, Prärie.

Wir sahen ein Adlernest, ein Eulennest, Dickhornschafe, Gabelböcke, Raben, Präriehunde, Falken – und Bisons.
Bei den Unmengen kann man sich ansatzweise vorstellen, wie es früher einmal gewesen sein muß.

Stau auf der Straße

Am Toilettenhäuschen nisteten Schwalben, Blumen überziehen die Prärie.

Netter Gag am Rande: auf der Suche nach einem ruhigen Pausenplätzchen fuhren wir in eine kleine Seitenstraße. Schild: No trailers, no large cars. Michael ist ja de Ansicht, das BiMo ist klein.
Kaum kamen wir um eine Kurve – Stau. Massen an Autos, schmale Straße. Die entgegenkommenden Autofahrer wiesen uns schon darauf hin, dass wir Geduld haben müssten, everything is packed. Oben viele Fotografen, eventuell Bären unterwegs. Dann kam ein Ranger und wies uns daraufhin, dass extra für größere Fahrzeuge ein Parkplatz unten sei. Er würde jetzt alle Autos stoppen, bis wir wieder unten seien.
BiMo war in drei Zügen und 2 Minuten gewendet – der Truck hinter uns drehte auch, brauchte aber ungefähr 10 Versuche 😉.

Dann heißt es wieder, die gesamte Strecke zurück, bergauf und wieder bergab. Armes BiMo.
Zurück am Campground reicht die Kraft mal wieder nicht zum Kochen, Cracker und Käse sind auch ok.

km gefahren: 220
gelaufen:2,7

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