/ Januar 6, 2018/ Süd-West, USA/ 0Kommentare

Das Wetter ändert sich, es sind wieder Wolken aufgezogen. Wie wir in Lone Pine im Internet lesen, gibt es in den USA eine Kältewelle – hier ist es wärmer als sonst. Kaum Schnee auf den Bergen, 15 Grad.

Morgens lässt Michael noch seine Hummel steigen, schade dass das Licht nicht so schön ist wie in den letzten Tagen. Dann fahren wir Richtung Norden aus den Alabama Hills raus zur US 395. Die Einfahrt vom Süden aus ist schöner und besser zu fahren, lieber zweimal die gleiche Strecke aus Lone Pine nehmen. Im Norden wird die Straße rauher und die Landschaft lohnt nicht. Beim nächsten Mal 😉.
In Lone Pine gibt es kostenloses Main Street Wifi, das sogar recht schnell ist. Bester Empfang im Norden der Stadt. Kurze Updates der Apps, Wetter- und eMail Check.

Weiter zurück ins Death Valley – über die ersten Berge ins Panamint Valley. Eine Gravel Road, sehr holprig, führt zum Trailhead Darwin Falls.
Am Parkplatz unterhalten wir uns noch kurz mit einem Ranger, der seinen freien Tag für eigene Erkundungen nutzt.
Vom Parkplatz aus geht es 1 Meile durch eine Wash, später über den Bach hin und her zu den Darwin Falls.
Erstaunlich, wie es mitten in der Wüste auf einmal so grün sein kann!

Die Felsen haben ein grün blaue Färbung, sehr eigen. Es herrscht nicht so viel Betrieb, auf dem Parkplatz ist aber auch nur Platz für ca. 8 Autos.
So sind wir an den Fällen mal wieder alleine, gut so.

Wir wollen dem Tipp des Rangers folgen, an den Panamint Dunes soll man schön frei campen können. Aber um den Allrad auszuschalten, halten wir kurz bei der Panamint Gas Station.
Wie immer nach Gravel Roads macht Michael einen kurzen Reifencheck.
Diesmal leider mit negativem Ergebnis – der linke innere Zwilling verliert Luft. Erst vermutet Michael, dass die Ventilverlängerung undicht ist, sie sieht arg gequetscht aus. Aber dann wird der Übeltäter entdeckt – eine eingefahrene Schraube.

Es hilft alles nichts, Reifenwechsel ist angesagt. Nach 8 Monaten ohne Panne trifft es uns hier zumindest nicht in der Wildnis. Wir stehen an einer Tankstelle, neben uns der Campground.
Ein freundlicher Mensch (der Restaurantmanager des Panamint Resorts) fragt, ob wir Hilfe benötigen, derzeit noch nicht. Er bietet uns aber an, dass er jederzeit über Funk erreichbar sei, falls wir noch einen Wagenheber benötigen. Danke dafür!
Wir kramen alles hervor, was wir in weiser Voraussicht mitgeschleppt haben. Wagenheber, Drehmomentschlüssel, 17er Ratschenschlüssel für das Reserverad, Klotz zum Unterlegen für den Wagenheber (der kommt sonst nicht hoch genug), Keile zum Blockieren der Räder,….
Alles geht gut, bloss der innere Zwilling will nicht losgehen. Nach 15 min. Rütteln, Klopfen und Hämmern gehe ich in die Tankstelle, um nun doch Noah (den freundlichen Manager) um Hilfe anzugehen. Er wird angefunkt – 2 min später ist das Rad los.
Er ist schon auf dem Weg, wenig später kommt er mit seinem Truck und einem dicken Wagenheber. Zwar kann er uns nicht mehr beim Reifenwechsel unterstützen, aber er schaut sich den kaputten Reifen an und repariert ihn kurzer Hand mit einem Gummipropfen.
So stehen wir zumindest nicht ohne Reserverad da, falls bis zum nächsten Reifenhändler etwas passieren sollte.
Da es schon spät ist und fast dunkel, bleiben wir auf dem benachbarten Campground stehen. Nicht sonderlich schön, die erste zugeteilte Site können wir wegen hereinragender Bäume nicht nehmen. Dann stehen wir, wenn auch ziemlich schief.
Es ist warm, wir trinken draußen erstmal ein kaltes Bier auf diesen Tag.
Die Duschen sind mäßig warm, aber immerhin kostenlos.
Genug für heute!

km gefahren: 112
gelaufen: 3,9
Übernachtung: Panamint Springs, 20$ dry site
Tisch, Feuerstelle, Toiletten und Duschen (Sanitäranlage recht grauslig)
Platz voller Steine, Sites schief. Bäume – schön bei Sonne und Hitze, aber störend für große Fahrzeuge.
36.34032°N 117.46764°W

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