05.06.17 Bärenalarm

/ Juni 5, 2017/ Mitte, USA/ 0Kommentare

In der Nacht hat es das BiMo stark gebeutelt, es hatte gestürmt. Trotzdem war es eine sehr ruhige Nacht.
Als erstes fuhren wir in Cody die Public Library an, dort hat man in aller Regel kostenloses W-lan. So auch hier, und sogar sehr schnell. Klasse sind die Drive-thru-Abgabesäulen.
Nachdem ich noch einmal das Wetter gecheckt habe, entschlossen wir uns heute doch schon in den Yellowstone zu fahren. Angeblich soll es Ende der Woche nur noch 12 Grad geben.
Die Anfahrt erfolgte durch den Shoshone National Forest, ein hübsches Tal mit vielen Campgrounds, hier hätten wir sonst übernachtet.
Bizzare Felsformationen, vor Grizzlys wird auch gewarnt.

Der Verkehr hatte stark zugenommen und drängelte teils von hinten. Vollbepackte Autos, RVs, Pickups mit Trailern, alles war unterwegs und schneller als wir.
Vor dem Eingang zum Yellowstone war keine Schlange, nur vor dem Schild. Es scheint üblich zu sein, sich vor jedem Schild zu fotografieren.

Der Pass zum Yellowstone Lake ist 2700 m hoch, hier lag aber deutlich mehr Schnee als in den Bighorn Mountains. Trotzdem war es angenehm warm.

Erschreckend die vielen toten Bäume, hier schien es gebrannt zu haben.
Kurz nach einer Kurve standen auf einmal viele Autos und ein Ranger lief mit einem „Slow“ Warnhütchen auf der Straße herum. Natürlich haben wir gleich angehalten – es schien etwas zu schauen zu geben.
Tatsächlich war im Wald vor uns ein Grizzly-Pärchen unterwegs.
Selbst ohne Fernglas herrlich zu betrachten, wenn auch mit dem iphone nicht zu fotografieren. Aber die Menschen! Ob sich die Tiere bewusst sind, dass sie beobachtet werden?

Nach einer ausreichenden Betrachtung versuchten wir unser Glück mit dem nächstgelegenen Campground Bridge Bay. Auf dem Schild war „Full“ zu lesen, trotzdem gingen wir zur Rezeption um uns zu erkundigen. Ein Platz war tatsächlich nicht mehr zu bekommen, für die nächsten zwei Wochen alles ausgebucht. Der Ranger war aber extrem freundlich und gab uns Tips zur Übernachtung. Da wir nicht wieder die gleiche Strecke aus dem Park fahren wollten, nahmen wir den teuersten RV Platz Fishing Bridge. Zumindest hier waren noch drei Plätze frei, wovon uns der Ranger einen reservierte.
Den kurzen Weg dorthin zurück und einchecken, alles sehr professionell. Der Platz hat Full Hook up, das heißt man kann sein Grau- und Schwarzwasser direkt in einen Abfluß anschließen, sich an Wasser anschließen und hat Strom. Wir brauchen nichts davon. Zahlen aber trotzdem den vollen Preis.

Der typische kleine Camper 😉.
Nach einem kleinen Imbiss und Studium der Karte machten wir einen Spaziergang zum Pelikan Loop durch den Wald, hier gingen sonst wohl nur Büffel oder Wapitis. Hinterlassenschaften waren genug zu betrachten.
Der See und der Trail waren toll, Farben gigantisch.

Bären sind wir nicht über den Weg gelaufen, nur Moskitos.

Danach das schöne Wetter nutzen und mit BiMo den Loop weiter Richtung Lamar Valley.
Massen an Autos unterwegs, aber Parkplätze waren durchweg noch zu bekommen. In der Hauptsaison muss es richtig schlimm sein.
Stop am Mud Volcano, einem kleinen Gebiet mit Schlammtöpfen und heißem Schwefel. Interessant und durch die Bohlenwege schön gemacht, aber wenn man Island kennt nicht spektakulär.

Auch hier werden mehr Selfies vor dem Topf gemacht als Fotos vom Topf selber.
Weiter die Grand Loop entlang, an einem Parkplatz waren viele Menschen mit Stuhl und Ferngläsern zu sehen. Sie warteten auf Wölfe, die in den letzten Tagen dort zu sehen waren.
Nach einer Stunde hatten wir genug gewartet….

Was es heute genug gab, waren Bisons und Wapitis.

Der teure RV Platz ist fast der lauteste, den wir je hatten. Kinder, Hunde, alles will noch spielen.

Km gefahren: 192
gelaufen: 7,6

Hinterlasse eine Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Sie sollten das verwenden HTML Schlagworte und Attribute: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>

*
*