/ März 2, 2018/ Süd, USA/ 0Kommentare

Morgens noch mal Wasser tanken und dumpen (dabei spülen wir gleich das BiMo mit Süßwasser ab – würden wir sonst nicht im Traum dran denken, aber hier waschen die Leute tatsächlich ihr Auto auf dem Campground. Und zwar so richtig mit Waschmittel und Schlauch! )

Wir fahren durch Lafayette, schöne alte Häuser, überall hängen Ketten in den Bäumen. Der Sinn hat sich uns nicht erschlossen.

Lafayette ist eine richtige Stadt, obwohl gar nicht so riesig. Nicht nur gesichtslose Straßen mit den ewig gleichen Burgerbuden, sondern auch andere Geschäfte, Autovertretungen und eine Universität.

Wir quälen uns durch den Freitagmittagsverkehr und fahren weiter zum Lake Martin. Hier werden günstige Swamp Touren angeboten.

Bereits der erste Anbieter macht einen guten Eindruck, wir buchen die Tour um 15 Uhr, 2 Stunden für 25$ pro Person. Als ich frage, ob man in der Gegend irgendwo nett stehen kann, wird uns gleich das eigene Grundstück angeboten. So fahren wir auf die kleine Halbinsel mit einer super Aussicht auf den Sumpf.

Klappe auf, Frühstück, Alligatoren und Schildkröten beobachten 🤗.

Zur Tour gehen wir zum Office von Champagne’s Cajun Swamp Tours, dort warten auch schon andere. Unser Guide Alan weist uns in das Boot ein, dann geht es los.

Die ersten Alligatoren sind nur einen Katzensprung weiter, auch Schildkröten und verschiedene Reiher warten auf ihren Auftritt.

Alan weiß viel zu erzählen, beantwortet auch kundig meine neugierigen Fragen. Kaum vorstellbar, dass Alligatoren auch gejagt werden dürfen (außerhalb von Parks).

Die Anpassung der Natur an die Sümpfe ist hervorragend geglückt, es gibt sogar Bäume die Moskitos vertreiben. Von daher ist es hier erträglicher als an der Küste – meine 30 Stiche jucken immer noch.

Überall an den Bäumen spanisches Moos, das Wasser ist bedeckt von Entengrütze. Der See darf auch privat befahren werden, es sind viele Angler unterwegs. Im Winter werden hier auch Enten gejagt.

Nur an einer Seite ist ein Vogelschutzgebiet, hier nisten die Reiher.

Nachdem wir uns noch eine Alligatormutter mit ihren Jungen angeschaut haben (die Mutter ist schon 10 Meter von ihren15 cm langen Jungen entfernt, sie vergrößert den Abstand von Tag zu Tag), kehren wir zum Hafen zurück.

Am BiMo setzen wir uns raus und beobachten noch eine Weile einen größeren Alligator auf der Jagd nach Fischen. Der Sonnenuntergang setzt alles in Szene, über uns ziehen Schwärme von Reihern in ihr Brutrevier. Die Frösche lärmen, Grillen zirpen – und die Pickups auf der Gravelroad hinter uns heulen auf 🙄.

Es war eine tolle Tour, absolut empfehlenswert. Man kommt selten so entspannt nah an die Tiere heran, die Guides entdecken alles und wissen über den Lebensraum Bescheid.

km gefahren: 75

gelaufen: kaum

Übernachtung: Champagne’s Cajun Swamp Tours, kostenlos auf einer kleinen Halbinsel vor dem Bootsanleger, traumhafter Blick

Swamp Touren (25$) Kajak und Kanuvermietung (10$ pro Person pro Stunde)

30.22113°N 91.90416°W

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